AERTravel Blog - Good bye, hope to see you again - zurück in der Heimat

Good bye, hope to see you again - zurück in der Heimat

Good bye, hope to see you again - zurück in der Heimat

01.04.2015 14:44

AER Traveller Dirk ist zurück im kalten europäischen Frühling und zieht Bilanz


Guten Morgen liebe Freunde,

die alte Heimat hat mich wieder - sie empfing mich mit Sturm und Schnee! Eine etwas herzhafte Umstellung nach dem tropisch-feuchtwarmen Klima der vergangenen Wochen, wie ihr euch denken könnt.

Meine Rückreise erstreckte sich über zwei lange Tage, und verlief weitestgehend reibungslos, aber auch ziemlich anstrengend.

Die erste Etappe erfolgte frühmorgens vom Adisujipto International Airport in Yogyakarta mit Air Asia zurück nach Kuala Lumpur. Wie es der Zufall so will, flog ich zum wiederholten Mal mit einem einzigartigen, sogenannten "Logo Jet" einer Airline, einem Flugzeug mit Sonderbemalung. Das ist ein ganz besondere Leckerbissen für Airliner-Freaks wie auch ich einer bin und für die weltweite "Airline-Spotter"-Gemeinde, die nur darauf wartet, dass ihr einer dieser seltenen Exemplare zufällig vor die Kamera gerät. Auch in dieser Hinsicht war meine Reise durch Indonesien ein absolutes Highlight, durfte ich doch selber mit drei dieser Raritäten fliegen: Zunächst mit dem "Abu Dhabi Promojet" von MUC nach AUH (siehe auch Bilder dort), dann mit dem einzigen GARUDA Jet in "SKYTEAM-Bemalung von Jakarta nach Manado, und jetzt der Air Asia "Bo-Rocks" Airbus, benannt nach einer Malaysischen Rockgruppe (oder einem Sportverein? Da bin ich mir nicht so ganz sicher, Asche auf mein Haupt.). Unterwegs konnte ich sogar mehrmals die beiden einzigartigen GARUDA-"Retrojets" ablichten, eine in der ehemaligen Bemalung aus den 50gern-60gern, und das Exemplar mit der Garuda-Corporate Identity der 70ger. Für mich und alle, die ähnlich gepolt sind und das nachvollziehen können, absolut ebenbürtige Höhepunkte einer so faszinierenden Reise.

In Kuala Lumpur hatte ich einen knapp 14-stündigen Aufenthalt, den ich zum Teil in dem sogenannten "Capsule-Hotel" im gigantischen Low Cost Terminal KLIA2 der Flughafens von Kuala Lumpur verbrachte. Dort übernachtet man in kleinen Boxen, die übereinander gestapelt sind, und schließt sein Gepäck in sog. Locker ein. Die Betten sind herrlich bequem und die Einrichtung lässt keine Wünsche offen, obwohl man gerade mal im Schneidersitz auf seiner Matratze sitzen kann, ohne mit dem Kopf an die Decke zu stoßen ;-) So fand ich vier Stunden tiefen und erholsamen Schlaf und wurde um Mitternacht sanft vom Concierge per Telefon geweckt, um meinen Weiterflug mit Etihad nach Abu Dhabi um 3 Uhr nachts antreten zu können.

Diese Etappe entpuppte sich dann doch als etwas stressig, und das nicht wegen eines unruhigen Fluges. Die "Turbulenzen" wurden vielmehr verursacht durch eine ca 50köpfige Gruppe pubertierender Saudi Arabischer Austauschschüler auf dem Weg zurück in die Heimat. Alle im besten Flegelalter zwischen 12 und 18 Jahren. Von dem Moment, als sie in geballter Formation das Flugzeug stürmten, war es schlagartig vorbei mit meiner wohlig-gemütlichen Schläfrigkeit, mit der ich überzeugt war, den Flug entspannt zu überstehen (wie bereits erwähnt, bin ich ein echter Flug-Angsthase).
Vom ersten Moment an ging es buchstäblich über Tische und Bänke, die Stewardessen taten mir von Herzen leid. Noch während des Startvorganges wurde in den Gängen herumgerannt, trotz unzähliger Aufforderungen, doch bitte sitzen zu bleiben, die Sitzlehnen in eine aufrechte Position zu bringen und elektronisches Equipment auszuschalten. Nach dem Kontrollgang der einen Stewardess wurden sofort wieder alle Elektrogeräte eingestöpselt, sich abgeschnallt und wild mit dem Hintermann diskutiert, bis dann der nächste Kontrollgang der nächsten Stewardess erfolgte.

Aber auch der wildeste Krieger wird irgendwann einmal müde, und so schlummerte nach und nach die gesamte Rasselbande ein, sehr zu meiner Freude und Erleichterung, und der der Crew, die doch ziemlich mit den Nerven am Ende war.

Der Rest des Fluges verlief ziemlich ruhig und ich freundete mich sogar mit meinem Sitznachbarn an, der mit seinen acht Jahren der jüngste der Truppe war. Während der Reise entdeckte er, dass es sich an meiner Schulter und auf meinen Knien bequem schlafen lässt. Ich versuchte mich so wenig wie möglich zu bewegen, fühlte Beschützer- und Vaterinstinkte in mir hochsteigen, und musste so manchmal in mich hineinschmunzeln ;-)

Die letzte Etappe AUH-TXL verlief ruhig und ohne weitere Vorkommnisse, abgesehen von der Erfahrung, dass der Sitzabstand in dem Air Berlin Airbus doch verdammt knapp bemessen ist, auch für so kleine Menschen wie mich. Kein Vergleich zur Etihad oder gar GARUDA mit ihrem mehr als generösen Sitzabstand!

Nun, welches Resümee ziehe ich aus dieser langen Reise?

Ich durfte ein wunderschönes und faszinierendes Land kennenlernen, dessen stolze und anmutige Bewohner mich durch ihre Herzlichkeit, ihre Großzügigkeit und Gastfreundschaft zutiefst beeindruckt haben! Lange noch werde ich von dem Lächeln der Menschen, ihrer Freundlichkeit und ihrer gelebten Toleranz zehren. Ich hatte auf meiner Reise unzählige, mich bewegende und erfüllende Begegnungen mit vielen Menschen aus den verschiedensten Gegenden dieses riesigen Landes. Mich erstaunte, wie unverfälscht und noch weitestgehend unbeeinflusst von den Touristenströmen in anderen Weltgegenden sich die Bewohner der indonesischen Inseln ihre Traditionen und ihr warmes, freundliches und friedvolles Wesen bewahrt haben. Diese Menschen haben mich schlichtweg verzaubert.

Indonesien ist überaus reich an Kultur und bewegender Geschichte. Ein wenig konnte ich eintauchen in das Leben und den Alltag der Menschen dort. Ich bin erfüllt von den vielen Bildern, Gerüchen, Farben und Geräuschen.

Der Ruf der Muezzine in der abendlichen Dämmerung über das offene Meer hinaus und das morgendliche Krähen der allerorts frei herumlaufenden Hähne, dass saftige Grün der überbordenden Vegetation und der süßliche Duft der überall konsumierten Nelkenzigaretten sind einige der Sinneswahrnehmungen, die ich für immer mit diesem unbeschreiblich schönen und vielfältigen Land verbinden werde.

Dieser Besuch wird sicherlich nicht mein Letzter in Indonesien gewesen sein, es gibt noch so viele faszinierende Flecken und Inseln dieses Riesenreiches zu entdecken und genießen, so viele schöne und freundliche Menschen zu treffen.

Euch, liebe Freunde, möchte ich danken für die Geduld und die Treue, mit der ihr mich über die gesamte Zeit in Gedanken begleitet habt und Anteil an meinen Erlebnissen genommen habt.
Terimah Kasi und Selamat Malam

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  • Erstellt von AERTiCKET_SR In der Kategorie Indonesien am 01.04.2015 14:44:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 01.04.2015 14:44
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