AERTravel Blog - Sulawesi Utara: Exotische Gerichte, wunderschöne Landschaften, freundliche Menschen

Sulawesi Utara: Exotische Gerichte, wunderschöne Landschaften, freundliche Menschen

Sulawesi Utara: Exotische Gerichte, wunderschöne Landschaften, freundliche Menschen

10.03.2015 04:12

Auf der zweiten Etappe seiner Indonesien-Reise lernt AER Traveller Dirk die Insel Sulawesi kennen...


Selamat malang liebe virtuell und im Geiste Mitreisende,
herzliche Grüße aus dem wunderschönen Tomohon in den Bergen südlich von Manado, der Hauptstadt der Provinz Sulawesi Utara (Nord Sulawesi) an der Nordostspitze der Insel Sulawesi.



Gerade hat es geregnet, und ich sehe vor lauter kleinen Fliegen kaum mehr etwas auf meinem Bildschirm.... Sorry, dass ich mich erst so spät melde. Vor zwei Tagen ist der Vulkan Soputan ausgebrochen und alle Verbindungen waren gestört....

Diese sechs Tage in Nord Sulawesi gehören zu den eindrucksvollsten, die ich je auf Reisen erlebt habe! Ich wohne im Mountain View Resort, einer kleinen Bungalow-Anlage außerhalb von Tomohon, die landschaftlich wundervoll in einem mit üppigem Urwald bewachsenen Tal gelegen ist, umgeben von Vulkanen und unberührter Natur.



Der Manager der Anlage, Michael, lebt schon seit 24 Jahren in Indonesien und hat sich auf Expeditionen zu den indigenen Völkern von Papua spezialisiert. Er kennt diese Gegend und Sulawesi wie seine Westentasche, spricht selber Bahasa Indonesia und kann auf einen schier unendlichen Erfahrungsschatz von all seinen Reisen und Expeditionen in diesem wundervollen Teil der Erde zurückgreifen. Er managt zusammen mit seiner Frau Conny das Resort und bietet geführte Exkursionen durch die Provinz Sulawesi Utara an, bei denen man einen tiefen und eindrucksvollen Einblick in die Natur und Kultur dieser Region bekommt. Vom ersten Moment meiner Ankunft an fühlte ich mich hier so herzlich wie in einer Familie aufgenommen und im besten Sinne überwältigt... Mehr Infos über das Resort sowie Geschichten und Legenden dieses Landstriches findet ihr hier >>

Nun ein wenig über die letzten Tage hier in Nord Sulawesi:
Nach einem sehr entspannenden Stopover in der Nähe vom Airport in KUL, hatte ich einen angenehmen, turbulenzfreien Flug (ich bin der größte Flugangsthase, den man sich vorstellen kann) mit GARUDA, inclusive exzellentem Onboard-Service mit zwei warmen Mahlzeiten via Jakarta nach Manado, der Hauptstadt und größten Stadt in Nord Sulawesi. Nach der Ankunft im Mountainview Resort, kam ich gleich mit Conny und einer Travellerin aus Österreich ins Gespräch. Meinen Bungalow sah ich erst spät in der Nacht...

Sulawesi Utara bzw. Nord Sulawesi ist eine der wenigen Provinzen Indonesiens, deren Einwohner sich mehrheitlich zum Christentum bekennen. Die Minahasa, wie die Volksgruppe in dieser Provinz heißt, haben einige ernährungstechnische Traditionen, welche für uns Europäer sehr fremd wirken. So findet man auf der landestypischen Speisekarte populäre Gerichte, wie Hund, Katze, Fledermaus, Ratte und Schlange. Diese Tiere werden auf dem bezeichnenderweise "Extreme Market" genannten Teil des Wochenmarktes in Tomohon lebendig oder bereits geschlachtet angeboten.



Schlange auf dem Markt


Schlange im Gulasch

Kulinarisch neugierige und/oder hartgesottene Zeitgenossen werden hier ihr Paradies finden. Python soll ein zartes, wohlschmeckendes Fleisch haben und Fledermaus einen intensiven Wildgeschmack. Für mich als Vegetarier wurde im Resort täglich ein superleckeres Gericht ohne Fleisch zubereitet, mit dem wohlschmeckendsten Tofu, das ich bisher gegessen habe.

By the way, die beiden Resorthunde Susi und Devi, führen hier ein paradiesisches und sorgenfreies Leben und brauchen keine Angst zu haben, jemals im Kochtopf zu landen ;-)
Tag zwei in Tomohon war regenverhangen und wie gemacht für einen entspannten und faulen Aklimatisierungstag, nach meiner doch anstrengenden Anreise von Europa.
Am dritten Tag, dem 8. März, unternahmen Hanna, meine neue Freundin aus Österreich, J.D. aus Alaska (!) und ich eine Motorradtour durch das Minahasaland. Diese führte uns durch Dörfer, deren Häuser im traditionellem Stil (aus Holz) und liebevollen Gärten geschmückt waren. Nachdem Höhlen mit Flughunden und Fledermäusen erkundet hatten, die von im zweiten Weltkrieg von den Japanern angelegt worden waren, landeten wir dank der Unterstützung einiger hilfsbereiter Dorfbewohner, die uns begleiteten, auf einem riesigen Reisfeldplateau zwischen drei Vulkanen.



Hier gab es heiße Quellen, sogenannte Hotspots, blubbernde Schlammlöcher und bis zu 80 Grad heiße Seen, alle vulkanischen Ursprungs.



Wir trafen einen alten Mann, der in einem der Seen für Stunden hingebungsvoll seine beiden Ochsen badete und massierte. Wir stiegen zu ins heiße Wasser, aber leider waren die Tiere ganz auf ihn fixiert und uns gegenüber extrem scheu. Auf mich wirkte die gesamte Szenerie wie aus einer anderen Welt, traumhaft, nicht wirklich fassbar, faszinierend....



Ich habe mich erstaunlich wacker auf dem Bike geschlagen, nach ein paar Stunden bewegte ich mich auf den schmalen, kurvenreichen Wegen fast so selbstverständlich wie die Einheimischen.

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  • Erstellt von AERTiCKET_SR In der Kategorie Indonesien am 10.03.2015 04:12:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 15.03.2015 04:40
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