AERTravel Blog - Wie lebt es sich in Kolumbien? AER Travellerin Julia berichtet aus dem Alltag in Barranquilla

Wie lebt es sich in Kolumbien? AER Travellerin Julia berichtet aus dem Alltag in Barranquilla

Wie lebt es sich in Kolumbien? AER Travellerin Julia berichtet aus dem Alltag in Barranquilla

01.02.2014 17:40

Ein kleiner Einblick in den kolumbianischen Alltag in Barranquilla und die Fahrt ins hübsche Kolonialstädtchen Cartagena


Heute habe ich den vorerst letzten Tag in Barranquilla verbracht, aber bevor ich nun die Stadt verlasse, möchte ich euch ein paar allgeime Infos über das Leben und die Leute geben.

Barranquilla ist im Vergleich zu anderen kolumbianischen Städten wie Medellin oder Bogota eher arm, allerdings gibt es hier für alle Erwerbstätigen einen monatlichen Mindestlohn von umgerechnet 230 EUR.
Das Durchschnittseeinkommen liegt hier bei ca. 500 EUR.


Typisches Kolumbianisches Mittagessen

Die Wohngegenden werden hier in sogenannte "Estratos" eingeeteilt, je nachdem in welchem "Estrato" man lebt muss man mehr oder weniger Geld für Nebenkosten zahlen. Es gibt die Estratos 1-6.

In den 6er Distrikten leben die reichen Leute, hier fallen pro Monat Nebenkosten in Höhe von rund 400 EUR an, abhängig von Größe der Wohnung bzw. des Hauses.
Mein Host Mario lebt in Estrato 4, ein Wohnbezirk der oberen Mittelschicht. Mario lebt in einer 3-Zimmerwohnung mit 2 Bädern und vermietet 1-2 Räume gerne auch mal an Austauschstudenten.

Vom Erkunden der Estratos 1 und 2 hat er mir abgeraten, gerade als Tourist sollte man sich von diesen Gegenden eher fernhalten, vorallem wenn man eine junge, weiße, alleinreisende Frau ist... Diesen Rat werde ich zunächst auch einmal befolgen ;-)
Leider kann Mario die Nebenkosten für die Estratos 1 und 2 nicht einschätzen.


Mario und seine Frau

Das Leben in Kolumbien ist relativ teuer. In den Supermärkten sind Käse und Wurst beispielsweise teuerer als bei uns in Deutschland und orientieren sich eher an US Preisen. Bei Obst kommt es darauf an, wo man es kaufst, im Supermarkt oder an den kleinen Straßenständen.


Typischer Straßenstand in Cartagena

Günstig sind dagegen Taxifahrten, in manchen Fällen sogar günstiger als eine Fahrt mit dem Bus, da in Bussen bei jedem Umstieg wieder neu bezahlt werden muss. Wenn man bedenkt, dass viele Leute ein geringes Einkommen haben finde ich die Lebenserhaltungskosten ganz schön heftig.

Das war's nun mit den allgemeinen Infos über Land und Leute - ihr erfahrt dann pro Bericht immer ein wenig mehr.

Kommen wir nun zu meiner Wenigkeit.
Heute ging es für mich dann mit dem Bus weiter nach Cartagena. Die Fahrt dauerte ungefähr zwei Stunden und führte über Land, an vielen kleinen und großen Fincas entlang. Das Leben auf dem Land gilt auf Grund der Einsamkeit als etwas gefährlicher als in den Städten, da die Guerilla hier eher präsent ist.

Cartagena ist ein wunderschönes Städtchen, das komplett von einer Stadtmauer aus der Zeit der Spanier umgeben ist. Die Stadt ist bei den Kolumbianern ein beliebtes Reiseziel, egal ob arm oder reich.


In der Altstadt von Cartagena

Ich habe leider immer noch ziemlich große Verständigungsprobleme, da die wenigsten Leute hier Englisch sprechen und mein Spanisch leider auch noch nicht besser geworden ist. Ich hoffe, dass ich morgen jemanden finden werde, der mir die Stadt etwas genauer zeigt.


AER Travellerin Julia in Cartagena


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